Stellungsnahme FPÖ

per E-Mail eingegangen: [email protected] am 22.04.13
Dr. Karl Schnell / Klubobmann

zur PDF Stellungsnahme

 

 

 

   Gemeinde Eugendorf

           Dankschreiben für geleistete Unterschriften
           gegen die geplante 380kV- Freileitung

            Bürgerinitiative zur Verkabelung von Starkstrom


   Gemeinde Scheffau

           Dankschreiben für geleistete Unterschriften
           gegen die geplante 380kV-Freileitung

Bericht des Rechnungshofes, 9/2014:
Flächenfreihaltung für Infrastrukturprojekte;
Follow–up–Überprüfung
gesamt hier nachlesen
für uns inhaltsrelevant – hier die Kurzversion hier lesen

Salzburg, Landespressebüro, 15.02.2008: 
Umweltsenat soll KEMA-Experten anhören 
Appell der Landesregierung an Umweltsenatsvorsitzenden
zum Appell

Salzburg, Landeskorrespondenz, 28.01.2008: 
KEMA-Studie zu 380-kV-Salzburgleitung liegt vor 
Burgstaller und Haslauer: Bekenntnis zu Teilverkabelung, weil "Stand der Technik"
hier lesen

Betreff: Stellungnahme Berndorf  

 

Stellungnahme des Bürgermeisters Josef Guggenberger, Gemeide Berndorf:

1. Es wird festgestellt, dass beim vorliegenden Projekt jene Technik Anwendung

findet, wie sie bereits in den 50er Jahren des 20 Jahrhunderts bei der Errichtung

der 220 kV Leitung eingesetzt wurde.

2. Mittlerweile ist bekannt, dass weltweit die neue Technik der Stromübertragung

durch eine Erdverkabelung zum Einsatz kommt. Die Gemeinde Berndorf verlangt

daher, dass auch für die Errichtung einer 380 kV Leitung durch das Gemeindegebiet

von Berndorf ebenfalls die Kabeltechnik als Technik der Gegenwart verwendet

wird.

3. Im Hinblick auf die Umelt- und Humanmedizinischen Auswirkungen der 380 kV

Freileitung schließt sich die Gemeinde Berndorf den Aussagen jener Experten

an, die vor den Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung warnen. Daher

ist auch aus diesem Grund der bestmögliche Schutz der Bevölkerung oberstes

Ziel und der Kabelvariante der Vorzug zu geben.

4. Entgegen den Aussagen der Projektbetreiber bei den diesjährigen Projektpräsentationen

und Verhandlungen wird sich durch den Bau der 380 kV Leitung das

Landschaftsbild gegenüber der jetzt bestehenden 220 kV Leitung maßgeblich

verschlechtern. Tatsächlich werden die Masten nicht wie vom Betreiber dargelegt

um 2 m höher sondern im Durchschnitt 9 m höher werden. Die Auslegerbreite

wird sich gegenüber der bestehenden 220 kV Leitung fast verdoppeln. Die Daraus

resultierende negative Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die exponierte

Lage der 380 kV Leitung im Berndorfer Gemeindegebiet ist nur durch

eine Verkablung zu vermeiden.

5. Die Gemeinde Berndorf ist nicht gegen den Bau einer 380 kV Leitung, auch nicht

gegen eine 380 kV Transitleitung. Berndorf verlangt, den bestmöglichen Schutz

der Bevölkerung und die bestmögliche Schonung des Landschaftsbildes. Dies ist

nur durch den Einsatz einer zeitgemäßen, aktuellen Stromtransporttechnik zu erreichen.

Daher wird die Verkabelung der 380 kV Transitstromleitung gefordert

6. Die Gemeinde Berndorf appelliert daher an die Projektbetreiber, an die Gutachter

des Umweltverträglichkeitsverfahrens und an die entscheidende Behörde, sich

ihrer Verantwortung bewusst zu sein, wenn sie eine Entscheidung zu fällen haben,

die für die nächsten 50 Jahre unumkehrbar sein wird.

gez.: Josef Guggenberger,

 

 

Bericht der Landesregierung zur Entschließung des Salzburger Landtages betreffend die 380 kV-Leitung über den Gaisberg, März 2012
zum Bericht

Bericht
des Verfassungs- und Verwaltungsausschusses zum Dringlichen Antrag der Abg. Dr. Schnell, Blattl, Essl, Rothenwänder und Wiedermann betr. der Teilverkabelung des zweiten Abschnittes der 380 KV-Leitung v. 18.05.2011
zum Bericht

Bericht des Ausschusses für Raumordnung, Umweltschutz und Verkehr zum dringlichen Antrag der Abg. Dr. Schnell, Blattl und Essl betr. die 380 kV-Hochspannungsleitungen durch das Land Salzburg, Salzburg, am 18. April 2007
zum Bericht

Stellungnahme
Verbund-Austria Power Grid AG an die Sbg. Landesregierung betr. div. Einwendungen und sonstigen Stellungnahmen der OÖ Landesregierung, v. 04.01.2006
zur Stellungnahme

 

Es war einmal Burgstaller will EU-Energieprojekt-Koordinator für Verkabelung

06.02.2008 | 10:29 | (APA)

Im Streit um die 380-kV-Hochspannungsleitung in Salzburg drängt Landeshauptfrau Burgstaller auf Vermittlung durch die EU. Sie werde Bundeskanzler Gusenbauer ersuchen, in Brüssel einen Antrag zur Bestellung eines EU-Koordinators für die österreichische Ringleitung zu stellen, sagte Burgstaller nach Gesprächen mit der EU-Kommission am Dienstagabend gegenüber der APA.

Ein solcher Koordinator könne zur "Versachlichung des Konflikts viel beitragen". Mit der Salzburg-Leitung könne Energie von Windkraftwerken in Norddeutschland oder Wasserkraft eingespeist und gespeichert werden, um Alternativenergien auszubauen. Außerdem verwies die Landeshauptfrau auf Anbindungen der Ringleitung an Italien und Slowenien. Eine Entscheidung über einen solchen EU-Koordinator sollte noch 2008 zu Stande kommen, sagte Burgstaller.

In Kreisen der EU-Kommission hieß es, die Entscheidung über einen EU-Koordinator müsste letztlich vom EU-Ministerrat und vom Europaparlament getroffen werden. Bisher hat die EU vier Koordinatoren für grenzüberschreitende europäische Energieprojekte, darunter auch für die Gas-Pipeline Nabucco. Der für die geplante Starkstromverbindung zwischen Frankreich und Spanien zuständige Koordinator und Ex-Kommissar Mario Monti hat sich laut Medienberichten für eine teilweise unterirdische Streckenführung der Leitung ausgesprochen.

Bis zu einem Drittel der 45 Kilometer langen Strecke von Sankt Peter (OÖ) nach Kaprun könnte verkabelt werden, erwartet die Landeshauptfrau. Eine Teilverkabelung würde die Kosten um den Faktor drei erhöhen, sagte Burgstaller. Die teureren Investitionen sollten zum Großteil vom Verbund und zu einem kleineren Teil von den Endverbrauchern getragen werden. Jährliche Mehrkosten von 1,5 Euro pro Haushalt in Österreich hält Burgstaller für vertretbar.